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Online-Seminarreihe: Old drugs, new opportunities: Optimizing human infection models for drug repurposing




In der dritten Folge der RepRefRed-Online-Seminarreihe hat Prof. Dr. Doris Wilflingseder, stellvertretende Direktorin am Institut für Hygiene und medizinischer Mikrobiologie an der Medizinischen Universität Innsbruck, sowie Vizepräsidentin der RepRefRed Society, einen Vortrag über die Notwendigkeit von humanen high-throughput in-vitro Infektionsmodellen gehalten.
Die Aufnahme wird im Zuge der Veröffentlichung der damit verbundenen wissenschaftlichen Arbeit zur Verfügung gestellt.

Vortragssprache: Englisch
Zusammenfassung:
Durch die zunehmende Verbreitung neuartiger Infektionskrankheiten wie COVID-19, oder auch schon in der Vergangenheit lokal begrenzt aufgetretenen Ausbrüche durch das Ebola- oder das Nipah-Virus, sowie die wachsende Resistenz von bekannteren Erregern, stellt sich eine deutliche Notwendigkeit nach schnelleren Verfahren zur Umwidmung und Überprüfung von vorhandenen, aber auch neueren, innovativeren Arzneimitteln dar.
Nachdem wirksame Arzneimittel und Impfungen zu sowohl einer humoralen als auch zu einer zellulären Immunantwort gegen das zu bekämpfende Pathogen führen sollten, sind moderne Alternativen in Form von humanen in vitro-Modellen notwendig, um die wirtsspezifischen Bedingungen einer Erkrankung besser nachvollziehen zu können und so effizientere Methoden zur Wirkstoffverabreichung zu entwickeln. Die derzeit rasanten Entwicklungen im Bereich des high-content screenings und der organtypischen Kulturen bieten in diesem Sinne effiziente Tools zur Untersuchung des Pathogentransfers an erregerspezifischen Eintrittspforten, sowie zur Überprüfung umzuwidmender Arzneimittel und neu entwickelter Impfstrategien.
Aus dieser Überlegung heraus entwickelt das Team rund um Prof. Dr. Wilflingseder optimierte Modelle der humanen Wirtsbarriere in Kombination mit infektionsspezifischen Immunzellen und humoralen Bestandteilen. Innerhalb eines 3D-Systems sollen dadurch überschießende wirtspezifische Immunantworten, der Pathogeneintritt und die initiale Transmission besser charakterisiert bzw. verhindert werden. Diese humanen Systeme bieten nach ihrer Etablierung somit eine höhere Effizienz hinsichtlich der Entwicklung neuer Verabreichungsmethoden, Adjuvantien, neuer Impfstrategien und der Umwidmung von Wirkstoffen. Dadurch können beispielsweise potenzielle Kandidaten neuer Wirkstoffe in der präklinischen Forschung schneller hinsichtlich ihrer Effizienz sortiert werden, was in weiterer Folge zu einer Reduzierung von Tierversuchen führt.

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