ERC Synergy Grant
Jedes Jahr verleiht das European Research Council, eine durch die Europäische Kommission gegründete Förderorganisation, den sogenannten Synergy Grant. Die insgesamt 395 Millionen Euro Preisgeld gehen in diesem Jahr an 37 Projekte, an denen 135 ForscherInnen aus verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen beteiligt sind. Die Forschungsprojekte werden an 114 Universitäten und andere Institutionen in 19 verschiedenen europäischen und teils auch außereuropäischen Ländern durchgeführt. Die meisten Gruppen sind in Deutschland (27), Frankreich (12), Niederlanden (7) und Israel (6) beheimatet. In Spanien, Italien, Schweden und Norwegen sind jeweils 5 Projekte am Laufen. An manchen Projekten sind auch ForscherInnen aus Ländern wie der Schweiz, den USA, Australien, Singapur und Süd Afrika beteiligt.
Folgenden Kriterien müssen erfüllt werden, um sich für den ERC Synergie Grant bewerben zu können: Zunächst muss eine Forschungsgruppe aus einer Kollaboration aus mindestens 2 aber maximal 4 PIs (Principal Investigators) bestehen. Die Forscher eines Projekts müssen verschiedene Skills und Ressourcen zur Erreichung eines gemeinsamen wissenschaftlichen Ziels zu bieten haben. Somit können diese aus verschiedenen wissenschaftlichen Teildisziplinen stammen. Das Forschungsprojekt muss in einer privaten oder öffentlichen Einrichtung in einem EU-Mitgliedstaat oder einem „Associated Country“ (nicht EU-Staaten, die das Programm finanziell unterstützen und somit auch teilnehmen dürfen) durchgeführt werden. Eingesendete Anträge werden über ein dreistufiges System evaluiert. Weitere Informationen rund um die Bewerbung sowie Beispiele vergangener ERC Synergy Grant Projekte finden Sie unter folgendem Link: https://erc.europa.eu/apply-grant/synergy-grant
Heuer ging der Preis auch an Projekte, an denen in Österreich tätige ForscherInnen beteiligt sind. „Axo Brain“ heißt das Projekt der Biochemikerin Elly Tanaka des Forschungsinstituts für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien. Es ist eine Kollaboration mit den Forschungsgruppen von Barbara Treutlein von der ETH Zürich und von Kevin Briggman vom deutschen Max-Planck-Institut. In ihrem Projekt beschäftigen sie sich mit der Vermessung des Gehirns von Axolotln sowie mit der Regenerationsfähigkeit des Gehirngewebes.
„Dyna Trans“ ist der Titel des zweiten Projekts mit österreichischer Beteiligung. Die Forscher Gašper Tkačik, vom Institute of Science and Technology Austria (ISTA), Thomas Gregor, vom französischem Pasteur Institut und Denis Duboule, vom Collège de France, forschen an der Genregulation und Genexpression in Säugetieren, um zu verstehen, wie molekulare Schlüsselereignisse zur Umstrukturierung des Erbguts führen.
Hier finden Sie die Liste der Projekte aus 2023: https://erc.europa.eu/sites/default/files/2023-10/erc-2023-syg-results-all-domains.pdf
Quelle: https://erc.europa.eu/news-events/news/erc-2023-synergy-grants-results
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