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Online-Seminarreihe: Turning apples into oranges? Towards a transparent methodology for the harm-benefit analysis


 

Im Rahmen unserer RepRefRed-Onlineseminarreihe hat Univ. Prof. Dr. Herwig Grimm (Leiter der Abteilung für Ethik der Mensch-Tier-Beziehung des Messerli Forschunginstituts in Wien) einen Vortrag über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Modelle im Bereich der Schaden-Nutzen-Analyse (Harm-Benefit-Analysis, Abk. HBA) gehalten. Im Fokus der des Vortrages und der anschließenden Diskussion standen die Kernargumente der derzeit gebräuchlichen metrischen und diskursbasierten Modelle sowie Ansätze, wie diese zwei zunächst  gegensätzlich erscheinenden Methoden kombiniert werden können, um die Evaluierung von Tierversuchsanträgen besser standardisieren und bewerten zu können. Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag!

Vortragssprache: Englisch

Zusammenfassung:
Tierversuche müssen sowohl in ihrer Planung als auch ihrer Durchführung das 3R-Prinzip nach Russel und Burch berücksichtigen sowie einem konkreten wissenschaftlichen Zweck dienen, um nach derzeitigem Stand als ethisch vertretbar zu gelten. Rechtlich sind ForscherInnen diesbezüglich im Rahmen des Tierversuchsantrages durch die Richtlinie 2010/63/EU verpflichtet eine Schaden-Nutzen-Analyse durchzuführen.
Im Rahmen dieser Schaden-Nutzen-Analyse soll entschieden werden, ob der prognostizierte Nutzen den potentiellen Schaden überwiegt und der zu behandelnde Tierversuch entsprechend genehmigt oder abgewiesen wird. Zu diesem Zweck werden derzeit zwei Hauptansätze im Evaluierungsprozess herangezogen: Das metrische Modell, welches  versucht sowohl Schaden als Nutzen quantitativ fassbar zu machen, und das Diskursmodell, in welchem Experten die HBA des Tierversuchsantrags evaluieren.
Der Vortrag beleuchtet diese zwei Modelle nach ihren Kernargumenten sowie die Problematik, der WissenschaftlerInnen gegenüberstehen, wenn sie den im Rechtstext enthaltenen potentiellen Nutzen festlegen. Im Vortrag wird ebenfalls diskutiert, ob der derzeitig im TVG 2012 enthaltene Passus "unter Berücksichtigung ethischer Erwägungen" als mögliche Frage, ob die wissenschaftliche Verwendung von Tieren als Ausnahme von der Regel oder unumstrittener Standard interpretiert werden kann. So wird im Rahmen dieses Vortrags eine Abkehr dieses Standards in Form eines "Ja zur wissenschaftlichen Verwendung, aber falls..." zu einem Standpunkt "Nein zur wissenschaftlichen Verwendung, aber falls ..." zusammengefasst.

Kontakt:

Univ. Prof. Dr. Herwig Grimm

Messerli Forschunginstitut
Leiter der Abteilung für Ethik der Mensch-Tier-Beziehung
Veterinärplatz 1, 1210 Wien
herwig.grimm@vetmeduni.ac.at



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