PERFUNDIERTE 3D-GEWEBEKULTUR

Das 3D-Organ-Labormodell hilft bei der Untersuchung biochemischer Prozesse und ihrer Pathologien in kompletten Organen. Dieses Modell vereint die folgenden Vorteile: 1) Verschiedene Zelltypen sind 2) in einem 3D-Netzwerk zusammengesetzt und können 3) in definierten Kompartimenten 4) unter verschiedenen physikalischen und chemischen Bedingungen kultiviert werden, wobei 5) ein direkter Zell-zu-Zell-Kontakt gefördert oder vermieden werden kann. Dieses Modell besteht aus einer elektrogesponnenen Hohlfaser aus Polycaprolacton, modifiziert mit Polylactid (PCL/PLA). Die Hohlfaser ist mit Luer-Lock-Verbindungen in einem Polycarbonat-Gehäuse verbunden, so dass zwei unterscheidbare Kompartimente entstehen: die dem Lumen zugewandte Innenfläche, die das innere Kompartiment darstellt, und ein zweites (äußeres) Kompartiment. Beide können mit Zellen aus verschiedenen Geweben besiedelt werden. Das PCL/PLA-Gewebe ermöglicht den Austausch von parakrinen Faktoren zwischen den Zellen oder einen direkten Kontakt zwischen den Zellen. Die Zellen im inneren und äußeren Kompartiment werden Bedingungen ausgesetzt, die ihren Bedürfnissen entsprechen, z. B. Strömung, Nährstoffzufuhr oder Schwankungen der Sauerstoffkonzentration. Folgende Modelle sind bereits etabliert und einsatzbereit: Blutgefäß, Trachea/Bronchus, Darm, Plazenta (Invasionsmodell).
KONTAKT
Dagmar Brislinger
Medizinische Universität Graz
dagmar.brislinger@medunigraz.at
Biomodellen (The 3R Society)
Postfach 0014
A-8036 Graz


